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Liebe online?


Es war also kurz vor Weihnachten, mir war langweilig.

Ich hatte beschlossen nicht mehr soviel vor der Glotze zu sitzen am abend, so sass ich also in der Küche und versuchte zu arbeiten. 

Der Glühwein machte es mir warm ums Herz. Tom war mal wieder im Proberaum unterwegs. Aber es war nichteinmal komisch für mich, nein, das abendliche allein sein war schon normal. Ich hatte mich eingerichtet, Martha war im Bett und ich hatte mein Ruhe.

Die Kerze brannte auf dem Tisch, der Glühwein verströmte einen weihnachtlichen, gemütlichen Geruch.

Ich sass am Computer und sah mir die Menschen auf Facebook an, eben hatte ich eine alte Freundin aus der Realschule gefunden, sie hat inzwischen 3 Töchter, lebt immernoch in diesem Kaff, aber das Foto ist nett, sie scheint glücklich zu sein. Warscheinlich hat sie eine richtig glückliche Familie, sie machen am Wochenende Ausflüge, ihr Freund schenkt ihr zum Geburtstag einen Tanzkurs, damit sie mal wieder etwas zusammen... Plötzlich kam eine Nachricht von Jo.

Jo - Na, wie geht es so im Süden?  -

Ich - Gut, danke und im Norden? -

Jo - Danke auch gut -

Schweigen

Jo -  Stör ich gerade -

Ich - Nein keine Sorge, ich sitzte hierr und trinke Glühwein -

Jo - klingt gemütlich -

Ich - Ist es auch, willst du auch ein Schluck -

Jo - danke gern -

So fing es an, ich muss dazu sagen, das ich auf meiner Facebookseite ein orginal Foto hatte. Ausserdem ein Link zu meiner Webseite, und da ich Schauspielerin bin waren genug Fotos von mir zu sehen. Er allerdings war nur als Snoopy auf dem Skateboard abgebildet.

Komischer Typ, wer stellt schon ein Snoopyfoto auf Facebook, ich kenne Snoopy nur auf Marthas Montag bis Sonntag Unterhosen. Ich glaube am Donnestag ist Snoopy auch auf einem Skateboard, stimmt ich könnte nebenher die Wäsche zusammen legen.

So holte ich mir den Wäschekorb und quatschte ein wenig mit Jo.

Jo - Nun hab ich mir doch tatsächlich ein Gläschen Wein eingeschenkt -

Ich - Schön, dann Prost -

Jo - zum wohl -

Wir schrieben und es vergingen Stunden, es war herrlich.

Immer wieder  sah ich mich im Spiegel der Fensterscheibe grinsend vor dem Computer sitzen, meine Backen waren knallrot  und es kribbelte im Bauch. Wir stellten fest, dass wir Filme lieben, das Theater, wir hatten kinder im selben Alter, er einen Sohn, ich eine Tochter. beide 14 Jahre alt. Wir wohnen beide in einer Altbauwohnung und können aus dem Wohnzimmerfenster in andere Wohnungen schauen. Wir sind frech, und lieben die Zweideutigkeit. Ich mag wie er schreibt, ich glaube er ist ein Mensch der viel nachdenkt. Ein Menschder bewußt lebt. Wer war er nur?

Gerade legte ich das Tshirt von Tom zusammen, komisch noch nach dem Waschen roch es nach ihm, ich mag sein Geruch.

Jo -  Bist du noch da? -

Ich - Klar, ich geh doch nicht einfach... sag mal wie siehst du aus?

 magst du mir nicht mal was von dir zu zeigen?-

Jo - ok warte -

Er schickte ein Foto von seiner Hand.

Ich - Schöne Hand, große Hand -

Es war wirklich eine schöne Hand, groß, mänlich und trotzdem schlank und elegant.

Jo -  Ja groß ist richtig, ich geh mal eine Rauchen-

Ich- Warte, ich komm mit -

Jo- Moment ich muss kurz meine Schuhe anziehen-

Ich - wie sehen deine Schuhe aus? -

Er schickte mir ein Foto von seinen Schuhen, normale Stiefel, groß und  sie standen vor einem Sofa. Der Bezug des Sofas gefiel mir.

Ich - auch groß -

Jo - die Schuhe? -

Ich - Ja oder hast du mir noch ein anderes Foto geschickt ,

Wie groß bist du? -

Jo - 193cm -

Ich - schön , ich mag große Männer, und dein Sofabezug mag ich auch -

Jo - und ich mag es dir zu schreiben -

Ich glaube es war kurz vor zwei als ich ins Bett bin. Tom war noch unterwegs, zum Glück. Das Gefühl im Bauch war schön, und wenn er mich nicht verarscht, ist er nicht klein und alt und dick.

 Obwohl ich ihn mir immer als kleiner grauhaarigen verwirrten Professor vorstelle.  Nein, diese schöne Hand gehört zu einem schönen Mann...

 

 

 

 

 

 

26.3.13 12:02


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was war

Es ist schon so, das Herz bleibt irgendwo hängen und das Leben geht weiter. Manchmal kommt es sehr lange nicht nach, und dann plötzlich macht es ein Sprung, und das neue Dasein kann verwirren. Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass ich ausgezogen bin. Auch damals war Jo da, hauptsächlich virtuell, aber er war da, und wir waren uns auch schon das erste mal begegnet. Ein Blind Date am Hamburger Bahnhof. Aufregend, ein Geschmack von Abenteuer, das mein Leben damals benötigte. Ein Gefühl von Freiheit und dem Gefühl, dass das Leben nicht nur schwarzweiss ist. Ein Mensch der andere Seiten in mir weckt, Seiten die ich mag. Mein Leben war gut, lange Jahre, Martha unsere Tochter ist nun 16 und vor Fünf Jahren hatte ich Tom endlich geheiratet. ich glaubte wirklich mit ihm mein Leben zu verbringen, und doch hatte immer etwas gefehlt. In mir, eine Seite in mir war einsam, durfte irgenwie nicht leben. Aber dann kam dieser Zeitpunkt, ich weis heute noch nicht warum, es waren zu viele Dinge die mich trieben, aber es war klar dass ich es tun muss.Ich trennte mich und zog aus. Alle Menschen  in meinem Umfeld stieß ich vor den Kopf... aber manche verstanden es auch, hatten wohl mehr gesehen.

Lange ist das nun her, und lange war ich von großer Trauer erfüllt, vielleicht macht mir auch genau das Angst. Was wird aus mir ohne diese Trauer, ohne die Hoffnung, dass alles wieder so wird wie es war.

Wer bin ich geworden in den letzten 2 Jahren?

Werde ich glücklich sein, als die, die ich nun bin?

Und wieder ist Jo da, immer in solchen Lebenslagen, wenn ich mich einsam fühle, mich nicht aus dem Haus traue, weil ich das Gefühl habe jeder könnte mir direkt in mein Herz schauen, ist er da.

Wie ein Wunder ist er in mein Leben getreten, damals im Sommer, es war der Sommer 2010 in dem ich diese eine Autofahrt hatte.

Martha war auf Klassenfahrt, und ich sollte die Lebensmittel an den  Zeltplatz fahren. Auf der Heimfahrt hörte ich Zweiraumwohnung und bei der Textzeile von den Zwei Sternen, die sich immer mehr voneinander entfernen, musste ich weinen. mein Herz tat mir weh, als wollte es zerspringen. Ich weinte die ganze Heimfahrt, eine Stunde. Ich wusste, Tom und mir geht es genau so und die Angst oder das Wissen darum, dass ich es nicht aufhalten kann ließ mich nicht aufhören zu weinen. Doch ich liebte ihn danach noch mehr. Wollte es nicht wahrhaben.

In diesem Sommer klingelte das Telefon, ein Mann war am Apparat:" Entschuldigung, ich will sie nicht belästigen oder so, aber es ist eine komische Geschichte die ich ihnen  nun erzähle, darf ich?" - " ja klar!" ich war neugierig und seine Stimme klang freundlich." Vor etwa 10 Jahren war ich spazieren, im Wald bei Frankfurt, ich sass auf einer Bank und hinter mir im Baum steckte ein Zettel. Ein Text, ein Gedicht oder Lied, mit Schreibmaschiene getippt. Am Rand einige Notizen mit Schreibmaschine geschrieben. Ich fand den Zettel irgendwie interessant, ich nahm ihn mit nach Hause und steckte ihn in eine Box auf meinem Schreibtisch. Inzwischen bin ich oft umgezogen, der Zettel blieb in der Box, nun habe ich neulich aufgeräumt und er fiel mir in die Hände. Am Rande des Zettels stand eine Telefonnummer und nun dachte ich ich rufe einfach mal an."- schweigen- Ich wusste nicht was sagen, wir überlegten schließlich ob wir uns kennen, oder ob der Zettel von mir ist. Er schickte mir den Zettel, ich kannte ihn nicht. Ein paarmal haben wir über Mails Kontakt gehabt.

Kurz darauf bekam ich eine Freundschaftsanfrage von Jo auf Facebook. Das wars dann erstmal, wir hatten kein Kontakt.

Ich hatte die Geschichte schon fast vergessen, bis ich kurz vor Weihnachten 2010 am Computer saß....

 

 

 

25.3.13 23:12


Frühlingsanfang

Der Himmel ist grau. Man kann sich nicht vorstellen, dass hinter dem grau der blaue Himmel strahlt.

Der Platz am Fenster zeigt ein Baum, viele Dächer und Fenster, und dahinter die Berge.

Wie ein Turm, vielleicht bin ich wirklich eine Prinzessin, vielleicht kommt der Prinz wirklich auf einem weissen Pferd geritten, fragt ob ich seine Frau werden möchte und reitet mit mit davon. Ja ich werde ihn auch erst an meinen Haaren den Turm hinauf ziehen.

Woran erkennt man Prinzen? Der einzige der heute in meinen Turm kam, war Jo, allerdings nur virtuell, aber dennoch nimmt es ein wenig das Gefühl von Einsamkeit.

Jo kümmert sich seit ein paar Tagen um mich, ja mit genau einem Satz pro Tag. Facebook meldet sich täglich mit einer neuen Nachricht von Jo.

Tag 1  - Ich bin krank, kannst du nicht vorbei kommen und mich ein bischen betüdeln? -

Tag 2 - Nur virtuell -

Tag 3 - besser als nix -

Tag 4 - Schläfst du jetzt?-

heute - ... hab mich eben mal hingelegt-

    - ich bin eben mal aufgestanden-

    - wo stehst du denn? -

    - ich sitze in der Küche und trinke Kaffee, warst du schon unnterwegs? -

    - nein, aber ich bin schon lange wach, halte nun Mittagsruhe-

    - Morgenruhe Mittagsruhe Abendruhe, diese Ruhe ist nicht auszuhalten-

    - wie kann ich dich betüdeln, Wadenwickel und Teekochen geht ja schlecht-

    - hm du tust es ja schon -

    - eine virtuelle Massage ging wohl zu weit -

    - naja, das wäre eine wunderbare neue Erfindung -

    - meine Hände in deinem Nacken, du liegst auf dem Rücken, meine Hände halten dich sanft -

    - das ist wunderbar -

    - halten und streicheln, halten unnd streicheln -

Es ist wunderbar, die Vorstellung entspannt und ich schlafe im Träumen ein.

 

 

25.3.13 17:43





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